Donnerstag, 25. Mai 2017

Tag 18 - Ende: Finisterre, Porto, was weiß ich

Dies wird der letzte Sammeleintrag sein.
Seit zwei Tagen bin ich in Finisterre und komme zur Ruhe. Es ist einfach herrlich hier.

Den Tag verbringe ich mit Schlafen, essen, sonnen (ja, ich und Sonne), Kaffee trinken, essen, quatschen, ruhen und essen.
Mein Bein wird langsam, sehr langsam besser. Jedenfalls quietscht es nicht mehr so laut und es wird weicher. Man kann mit Druck wieder die Knochen fühlen.

In Finisterre habe ich bisher viele interessante, nette Leute getroffen, die hier auch leben bzw. nach dem Camino hier gestrandet und geblieben sind.

Natürlich muss ich auch immer und immer wieder die Sonnenuntergänge bewundern. Dieses Jahr sind sie anders, intensiver. Es ist so, als ob ein Feuerball im Meer versinkt und wenn es die Wasseroberfläche berührt, scheint es, als ob flüssiges Metall auf dem Meer schwimmt.
Es ist ein Schauspiel, was sich schwer beschreiben und noch weniger festhalten lässt.
Bis Samstag bleibe ich noch in Finisterre und dann geht es über Santiago nach Porto, wo ich bis Mittwoch bleiben werde. 


Ich werde nicht mehr für jeden Tag einen neuen Eintrag machen, sondern hier sammeln.
Vielleicht mache ich einen Porto Eintrag, keine Ahnung.

Der Camino endet dieses Jahr für mich in Finisterre, das heißt er ist für mich bereits zu Ende.
Es war einfach klasse, besser als erwartet und sogar besser als erhofft. Mein nächster Camino wird entweder nochmal der Portugues oder der del Norte über den Primitivo. Die Schnauze habe ich lange noch nicht voll, trotz der Pilgertouristen.































Mittwoch, 24. Mai 2017

Tag 17: Cee - Finisterre

Die letzte Etappe... 15 km der Küste entlang über Straßen, Waldwegen und Strand... Dann war ich endlich wieder in Finisterre.

Es war sehr ungewohnt, ohne Schuhe 4 km über den Strand zu gehen und das Wasser ist definitiv arschkalt.

Um 10:00 war ich bereits angekommen und hatte daher genug Zeit, einen Kaffee in der deutsch-spanischen Bar zu trinken und um etwas zu essen.
Dabei sind zwei Sachen aufgefallen: Nur Deutsche, die sich auch extrem klischeehaft benehmen und eine Transe in rosa Blümchenkleid und Tigerteddy. Die Transe scheint ein Dorfmaskottchen zu sein, denn sie/er bekam direkt einen Kaffee und es schien auch keinen zu stören, dass er/sie/es eine Tüte drehte und genüsslich geraucht hat. Das roch schon lecker. Danach wurde der Teddy geknuddelt und die Wirkung der Tüte genossen.

Wie die letzten beiden Jahre auch, bin ich in der Herberge Finistellae, aber dieses Mal habe ich kein Bett in der oberen Etage bekommen, weil sie alle reserviert waren. Und zwar von Leuten aus der Primitivotruppe, die reservieren so scheiße finden. Damit habe ich die mal konfrontiert und ein Entschuldigungsbier ist dabei rausgesprungen.

Den restlichen Tag habe ich am Strand verbracht. Es war höllisch heiß (34°, einige sagten 37°), aber schön... Hochsommer halt.
Den Abend wollte ich auf dem Boot ausklingen lassen, mit dem man eine Fahrt zum Sonnenuntergang machen konnte.
Es war schön, sehr schön aber auch voll und zwar mit Klischeedeutschen.
Zu dem Problem mit solchen Touripilgern komme ich noch in den nächsten Tagen.

Der Sonnenuntergang war wieder phänomenal und leider geben die Bilder das nicht ansatzweise wieder.
Wie nicht anders und erwarten, klatschten viele Leute und die Sonne hat den Applaus auch sicherlich genossen....




Der Leuchtturm von Finisterre






Eine Jakobsmuschel begrüßt mich am Strand



 Auf dem Weg zum Strand Praia do Foia




 Die Bootsfahrt in den Sonnenuntergang