Mittwoch, 10. Mai 2017

Tag 4: Grado - Salas

Um 6:00 war schon große Aufbruchstimmung im Schlafsaal, was vermutlich am Frühstück lag, welches unten schon wartete.

Ich habe erstaunlicherweise gut geschlafen und bin erst um 5:45 wach geworden. Nach dem Frühstück bin ich dann auch um 6:50 losgezogen.

Das Wetter war zum Wandern wirklich prima, Nebel und ca. 16 Grad. Die immer bergigere Landschaft wirkte fast schon bedrohlich.
Die 25,5 km waren wieder sehr, sehr schön und obwohl anscheinend viele unterwegs sind, war ich die meiste Zeit alleine, das heißt ich hatte keinen in Sichtweite.
Gestern Nachmittag wurden noch viele in der Herberge abgewiesen, weil sie einfach voll war. Die sind dann meistens ein oder zwei Orte weiter gezogen und auch jetzt ein Stückchen weiter. Es entzerrt sich ganz gut.
Jedoch taten sie mir heute leid, weil sie in ein heftiges Gewitter gekommen sind.

Die Herberge heute ist bei weitem nicht voll, in meinem Zimmer sind wir zu zweit.
Das Haus ist recht oll, oder wie es im Führer steht... Rustikal. Dafür war die Dusche ein Traum und der Waschplatz ebenfalls.

Gleich werde ich mir ein 3-gängiges Pilgermenü für 10 Euro gönnen und heute Abend früh pennen gehen. So ganz leicht fühle ich meine Oberschenkel und die morgige Etappe ist zwar mit 19 km recht kurz, dafür wird es aber steil. Die richtigen Berge fangen jetzt an. 





 Eine Autobahn von der ich träume...



Diese Kornspeicher, die es hier überall gibt, sind genial einfach konstruiert. Es ist keiner Maus oder Ratte möglich, auf die Plattform zu kommen. Selbst die Treppe hat keine Verbindung zum Kornspeicher und an den Platten, wo diese Gebäude drauf stehen, kann keine Maus vorbei.


Das Rotkehlchen saß mitten auf dem Weg und rührte sich nicht von der Stelle. Dabei schaute es doch recht aufmerksam und kritisch zu, was ich denn so mache.




Am Abend habe ich mir noch das Fußballspiel Madrid gegen Madrid in einer spanischen Bar angeschaut. Es war schön, dies mit Einheimischen zu erleben, die mich auch direkt freundlich aufgenommen haben. Die Spanier hier waren für Athletico und mögen Ronaldo so gar nicht.
Blöderweise habe ich den Schlüssel für die Herberge vergessen und stand um 23:30 vor verschlossenen Türen. Ein Anruf beim Herbergsvater, der auch in einer anderen Bar war, war dann meine Rettung. 

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